Ich kann ja mal von meinen Erfahrungen als Bachelor berichten und auf Bernhards Frage genauer eingehen.
Insgesamt habe ich 6 Vorlesungen, 2 am Freitag und 4 am Montag. Wie man sieht, kann da nicht auf ausgewogene Verteilungen Rücksicht genommen werden. Davon besuche ich regelmäßig eine Vorlesung nicht, da man sich den Stoff dort effizienter selbst beibringen kann.
Damit stehe ich gut in der Mitte der Informatikstudenten. Auf der einen Seite gibt es einen harten Kern, der zu allen Vorlesungen gibt und die anderen, die noch selektiver zur Vorlesung gehen.
Darüber hinaus gibt es noch zu jeder Vorlesung wöchentliche Übungsgruppen, die seit dem Bachelor eine Anwesenheitspflicht haben. Dort werden die zuvor bearbeiteten Übungsaufgaben besprochen, die nun auch Pflicht sind. Für richtig bearbeitete Aufgaben gibt es Punkte. Man braucht eine Mindestpunktzahl um die Klausur am Ende des Semesters schreiben zu dürfen.
Die Termine der Übungsgruppen kann man sich allerdings aussuchen und so konnte ich mir den Donnerstag frei halten um meine Brötchen zu verdienen (wie gerade eben *G*).
Dazu sei angemerkt, dass Studienpläne nur eine Empfehlung sind. Wenn das einem zu wenig ist, dann hält niemand einen davon ab, bereits weitere Vorlesungen des höheren Semesters zu belegen (Solange man das nötige Vorwissen hat). Das kann aber böse nach hinten losgehen, wenn man am Ende für 10 Klausuren lernen muss, die dann noch alle in einer Woche geschrieben werden müssen.
Mit den ganzen Pflichten bleibt man eher am Ball und fällt nicht so schnell aus der Regelstudienzeit wie es damals beim Diplom der Fall war. Allerdings fehlt einem nachher die Zeit sich mal andere interessante relevante Dinge der Informatik anzuschauen. Daher kommen am Ende nur noch erwähnte "Fachidioten" raus.