musicmonk schrieb:[...] wenn auch an einigen Stellen etwas übertrieben (wie ich finde...)
ZB "planwirtschaftliche Leninisierung"?
Das muss so geschrieben werden. Einmal damit überhaupt Interesse geweckt wird, und zweitens weil der "europäische Integrationsprozess" tatsächlich überhaupt keine demokratisch legitimierte Veranstaltung ist sondern deutlich "planwirtschaftliche" Züge trägt.
Wer legt denn zB in einem "demokratischen System" fest dass ich (bald) keine Glühbirne mehr kaufen kann, oder dass der CIA die Überweisungsdaten aller Bürger einsehen darf, wenn weder Bundestag noch Bundesregierung derartigen Verfahren zugestimmt haben? Ganz zu schweigen vom betroffenen "Wahlvolk"?
Gut dass es hier keine Volksabstimmungen gibt, wie zB in der Schweiz...
Sollte man tatsächlich, über die Bologna-Wut hinaus, auch im grösseren Zusammenhang dialektisch denken? Für "eine noch weitaus stärkere Gängelung, Einengung, Normierung des deutschen" Bürgers? "Nur damit ließe sich seine Wut noch und hoffentlich endlich zu politischer Wirksamkeit steigern."
Das wäre wohl in der Tat wünschenswert.
Gruß
Michael