Ich bin mir wohl bewusst, über was ich hier schreibe, auch habe ich mich intensivst mit der Geschichte Tibets und dem Buddhismus auseinander gesetzt.
Und der Blogschreiber hat recht, dass in Tibet ein feudalistisches System jahrhundertelang bestand.
Genauso wie er Recht hat, dass der tibetische Buddhismus nicht frei von Sünde ist, ganz im Gegenteil.
Doch ist das ein Grund das Volk ausbluten zu lassen?
(Stell dir mal vor, dass hätten die Alliierten mit Deutschland gemacht.)
Die Chinesen haben die Klöster zum großen Teil zerstört, man zwang die Tibeter, die das ganze Jahr über wanderten, sesshaft zu werden.
Daraufhin brach beinahe komplett die Ernährungsgrundlage in Tibet zusammen.
Tibet ist mehr als einfach nur ein ehemaliger Feudalistischer Staat.
Tibet ist wirtschaftlich von großer Bedeutung für China. Der riesige Staudamm z.B. wäre ohne die Flüsse in Tibet nicht möglich.
Und folgendes Zitat ist absolut pervers
Im 20. Jahrhundert kam man nicht etwa freiwillig zur Einsicht am System etwas ändern zu müssen oder sah ein Feudalsystem gar als nicht mehr zeitgemäß. Nein erst die Chinesen waren es, die die Klöster ihrer unendlichen Macht enteigneten und die göttlichen Vertreter auf Erden in Zaum wiesen.
Das ist genauso als ob jemand behaupte, dass die Juden nicht freiwillig auf die Idee kamen, dass sie keine (ich zitiere) "würdige Menschenrasse" seien. Nein da mussten erst die ach so lieben Nazis nachhelfen.
Und im übrigen gibt es so wie in eigentlich jeder größeren Religion auch verschiedene buddhistische Glaubensrichtungen (
http://de.wikipedia.org/wiki/Buddhistische_Konzile)
Und noch was, China ist eines der Länder, wo der Buddhismus am weitesten verbreitet ist. Wenn es China tatsächlich darum ginge "nur" den Buddhismus Einhalten zu gebieten, warum dann auch nicht im eigenen Land?
Damit hier kein falsches Bild von mir entsteht, ich bin weder Buddhist, noch gehöre ich irgendeiner Glaubensgemeinschaft an - ich bin Atheist. Ich stehe für Menschenwürde egal ob der Mensch einer Glaubensgemeinschaft angehört oder nicht.