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RE: DER GLÄSERNE MENSCH - Bernhard - 06.08.2013 14:52 (05.08.2013 15:36)Ryser schrieb: .....Wen diese Kameras stören, sollte sich überlegen ob, wenn er plötzlich von Idioten zusammengeschlagen wird, diese Idioten auf Videoband festgehalten haben will, damit sie leichter verfolgt werden können, oder ob er lieber ohne Kameraüberwachung -da diese ja unangenehm ist, obwohl sie gar nichts tut- über den Marktplatz spazieren will. Wie wäre es wenn uns der Staat zukünftig RFID-Chips implantiert? Dann kann er über entsprechende Lesegeräte die Täter sofort identifizieren und orten .... DU hast ja nichts zu befürchten (... dass man dich evt. ausspioniert um einen Vorteil daraus zu erhalten ... ) RE: DER GLÄSERNE MENSCH - pETe! - 06.08.2013 15:31 (03.08.2013 18:04)Ryser schrieb:Ein Tempolimit auf Autobahnen erhöht nachweislich die Verkehrssicherheit und die Kapazität des Straßennetzes. Natürlich muss man beachten, dass diese Argumente auf schwach befahrenen Abschnitten zwischen 18 Uhr und 6 Uhr eher eingeschränkt gelten. Ebenso sollte man aber zu Kenntnis nehmen, dass auf einer Vielzahl von Autobahnabschnitten, und das sind oftmals gerade die stark befahrenen, schon ein Tempolimit gilt. Zu Motorsportzwecken darf ja gerne die Privatwirtschaft Angebote machen, die dann von Interessierten gegen Entgelt genutzt werden können. Jedenfalls sehe ich da den schützenswerten Aspekt nicht, warum man die o.g. Risiken und Kosten auf die gesamte Volkswirtschaft umlegen soll.(01.08.2013 16:06)Fenris schrieb: @Ryser Zitat:Wer auf illegalen Seiten (seien es Pornos oder Taliban-Webseiten) surft, ist auch ein bisschen sehr doof. Ebenfalls kein Wunder wenn dann das BKA vor der Tür steht.Wenn ich früher ein Buch mit politisch fragwürdigem Inhalt gelesen habe, durfte ich das weitestgehend tun. Weil es nicht verboten ist, hat es auch niemanden zu interessieren gehabt. Der Buchhändler wollte keinen Personalausweis, und musste auch nicht wochen- oder monatelang speichern, wem er welches Buch verkauft hat. Auch stand nicht neben jedem Tresen ein Spitzel, der die Käufer und Bücher notiert hat. Wenn ich das Buch nach dem Lesen im Ofen verheize, weiß auch niemand, dass ich es gelesen habe. Zitat:Ich weiß ja nicht wo du wohnst, aber in größeren Städten, inzwischen aber auch in ländlichen Regionen, gibt es immer mehr Kriminalität. Es fängt bei Kleinkriminellen an, die z.B. ein Fahrrad klauen. Wenn dir das 2 mal im Leben passiert, TERRORISIERT dich das schon, weil man einfach immer eine Ungewissheit hat... Dies könnte man mit Polizeipräsenz vorbeugen, und jetzt komm mir mal bitte keiner an es wäre ein Eingriff in die Privatsphäre der Kriminellen, wenn man ihren "Arbeitsplatz" überwachen würde und sie dadurch nicht "arbeiten" können.Zunächst lässt sich deine These der steigenden Kleinkriminalität zumindest bei grober Analyse zur verfügungstehender amtlicher Statistiken nicht nachvollziehen. Wie man hier unter dem Punkt "IMK-Bericht" http://www.bka.de/nn_242508/DE/Publikationen/PolizeilicheKriminalstatistik/pks__node.html?__nnn=true einsehen kann (PDF-Seite 19), ist die Kiriminalität in den meisten Bereichen in den letzten 15 Jahren signifikant zurückgegangen. Der Kausalzusammenhang, warum man die Verbindungsdaten von Handys und Internetanschlüssen vorspeichern sollte, um Fahrraddiebe abzuschrecken, erschließt sich mir auch nicht ganz. Zitat:@Eddi (zum Thema "UND DENKT DOCH MAL AN DIE KINDER"):Ich glaube, die meisten fordern hier nicht den bedingungslosen Rückzug der Polizei und Ermittlungsbehörden aus dem öffentlichen Raum. Es geht viel mehr um den nichtöffentlichen Raum, also das Schutzbedürfnis der eigenen Wohnung und der persönlichen Kommunikation. Sicher ist es auch viel effektiver, wenn die vorgenannten Stellen dort einschreiten, wo bei gesunden Menschenverstand eine erhöhte Kriminalität zu erwarten ist, statt in der Breite gleich alle Bürger zu Überwachen, um aus deren Verhalten ein Muster konstruieren zu können. Grundsätzlich ist die Gefahr bei großflächiger Überwachung, dass die gewonnen Informationen ausgenutzt werden können, um jemanden gezielt zu schaden, beispielsweise, weil man über die Überwachung des Internetanschlusses eines populären Oppositionspolitikers pikante persönliche Dinge herausbekommen hat. Ebenfalls könnte man gezielte Fehlinformationen streuen, weil es für die Öffenlichkeit plausibel ist, dass man überhaupt in der Lage war, solche Informationen zu bekommen, also einfach falsche Tatsachen verbreiten mit der Behauptung, sie wären bei der Internetüberwachung des Politikers ans Licht gekommen. Die Gefahr, dass die Daten in irgendeiner Weise missbraucht werden, oder im Zweifelsfall in falsche Hände gelangen können, steht dabei einem bisher nicht zweifelsfrei belegten Nutzen bei der Aufklärung von Straftaten gegenüber. Zumindest muss ja die zu verhindernde Straftat ähnlich weit in deine Grundrechte eingreifen, wie die Überwachung durch den Staat. Wenn die Verhinderung von Bagatelldelikten dich mehr einschränkt, als es die Bargatelldelikte tun, könnte man ja mal darüber nachdenken, ob das Ganze überhaupt verhältnismäßig ist. RE: DER GLÄSERNE MENSCH - Eddi - 06.08.2013 19:40 (06.08.2013 15:31)pETe! schrieb: nicht zweifelsfrei belegten Nutzen Vor ein paar Tagen hat der NSA-Direktor John C Inglis vor dem US-Senat zugegeben, daß "allerhöchstens ein" Terroranschlag in den 7 Jahren, die das Schnüffelprogramm jetzt läuft, verhindert wurde. (Vgl. mit Obamas großspuriger Ansage von "mindestens 50" vor ein paar Wochen) RE: DER GLÄSERNE MENSCH - mb - 06.08.2013 21:53 Es sollte eigentlich dem Dümmsten klar sein dass dies System nicht explizit zur Verhinderung von Terroranschlägen geschaffen wurde. Auf technisch simplerer Basis und mit damals noch reduzierter globaler Ausrichtung verfolgte die NSA mit Echelon ab (?) den 1970er Jahren bereits das gleiche Konzept. Nun überwacht man eben auch noch das Internet, und dank fortgeschrittener Technologie kann dies jetzt weltweit und praktisch total erfolgen. Gruß Michael RE: DER GLÄSERNE MENSCH - Bernhard - 07.08.2013 07:48 Zitat:@Eddi (zum Thema "UND DENKT DOCH MAL AN DIE KINDER"):Früher hatten wir einen Schutzmann (schöner Name!) für jeden Häuserblock! Der ist 24 Stunden/Tag erreichbar gewesen und immer auf der Strasse unterwegs gewesen. Der hat mehr Sicherheit gegeben als es eine Internetüberwachung je könnte .... |