TT-MS
Flugzeug bleibt in Hochhaus stecken!
Dunkler Rauch über Bogota
Gestern Montag war ein rabenschwarzer Tag für die moderne Luftfahrt. Gleich das erste Flug- zeug, das vom neu eröffneten Flughafen in Bogota abhob, blieb im direkt an der Startbahn stehenden Hochhaus stecken. Die beiden Pi- loten kamen ums Leben, während die Passagiere, die sich alle im Heck der halb gefüllten Mendel 300 befanden, unverletzt blieben. Den 45 Ein- wohnern des Wolken- kratzers geschah eben-
falls nichts, da sie zum Zeitpunkt des Unglücks alle im öffentlichen Verkehr saßen.
Die lokalen Behörden äußerten große Sorgen bezüglich des weiteren Flugbetriebs. Man sei bei der Flughafenpla- nung davon ausgegan- gen, die Flugzeuge könnten durch dieses Hochhaus genauso pro- blemlos hindurchflut- schen wie durch andere, sagte der sichtlich gezeichnete Präsident am Abend.


Größenwahnsinniger teilt die Welt
in Quadrate ein!
Ein Tycoon dreht völlig durch
Es muss ihn der Teufel geritten haben. Anders lässt sich kaum erklären, warum ein wohlhaben- der Tycoon auf die Idee kommen sollte, die ganze Welt in 255 mal 255 Quadrate einzuteilen und einfach alles aufzu- kaufen. Wie der Inhaber der Brunford Transporte gestern an einer Presse- konferenz bekannt gab, habe das Unternehmen mit der systematischen Beschlagnahmung der Landquadrate begonnen, rechne aber erst in rund
40 Jahren mit der voll- ständigen Besetzung. Dies dauere deshalb so lange, weil das Aufkau- fen der Grundstüche mit mühseliger Klickarbeit verbunden sei.
Derweil rufen diverse Aufständische zum Wi- derstand auf. Mit einer mittleren Werbekampag- ne wolle man die Be- völkerung in allen Ort- schaften darüber aufklä- ren, dass ein Grundstück mehr Wert als lächer- liche 1680 DM habe, die jeweils verlangt werden.


Ist die Welt dreidimensional?
 3D-Foto sorgt
 für Aufsehen
Derzeit kursieren in den Printmedien Gerüchte, die zu reden geben. Der Auslöser war ein vor wenigen Tagen veröf- fentlichtes Foto, das die Welt in der dritten Dimension zeigen soll. Ein Leser der Daily News behauptet, auf dem Foto, dessen Echtheit sowie Ursprung unklar ist, sein Haus erkennen zu können. Andere hal- ten die Aufnahme für eine Fälschung und kontern: "Das ist doch Unsinn! Es gibt dutzen-
de genau gleich ausse- hende Gebäde." Der be- kannte Physiker Prof. Boss beteuerte gegenü- ber der Redaktion seine Zweifel über die Echheit des Fotos. "Ach, ich bitte Sie! Was kommt als nächstes? Vielleicht UFOs? Kleine und große? (lacht) Unsere Welt ist so flach wie eine Flunder, das wird sich nicht so schnell ändern.",  so Boss.


Zug explodiert bei Kollision mit Uhl Sicherheitstransporter!
 Die Panzerung
 zeigte Wirkung
Am Samstag ereignete sich vor Wertheim West ein mysteriöser Unfall. 198 Zugpassagiere ka- men ums Leben, als ein fast voll besetzter Zug in ein auf dem Bahnüber- gang parkiertes Panzer- fahrzeug prallte und dabei vollständig aus- brannte. "Es ist mir ein Rätsel, wie ein Zug so übel explodieren kann", meinte der Polizeipräsi- dent. Kritiker äußerten gegenüber den lokalen Behörden schwere Vor- würfe. Es handle sich um
einen illegalen Versuch zur Festigkeit der Panze- rung des neuen Sicher- heitstransporters von Uhl, der in rund einem Jahr in die Serienpro- duktion gehen soll. Die Pfungen Transporte, die sich die Testrechte am neuen Panzerfahrzeug gesichert hatten, streiten jeden Zusammenhang ab, können sich aber die Bemerkung "Perfekt! Das Ding hat keinen Kra- tzer!"  nicht verkneifen.
Die Trauerfeier findet morgen früh statt.


Zeppelin verfehlt Flughafen!
0sterben im Flammenmeer
Unglaublich, aber wahr. Nach jahrelangen, pixel- genauen Zeppelinabstür- zen hat sich vergangenes Wochenende in Michel- mund erneut eine Kata- strophe ereignet, diesmal jedoch anders als gewohnt: Das scheinbar unbemannte Zeppelin, das gemäß Augenzeu- gen zunächst zielgenau auf den örtlichen Flug- hafen zuflog, verfehlte diesen dann nämlich doch deutlich.
Spezialisten sprechen von einer Sensation.
"Die Wahrscheinlich- keit, dass ein Zeppelin nicht genau über einem Flughafen abstürzt, liegt bei rund eins zu einer Million.", meinte der sichtlich überraschte Flughafeninhaber.
Erste polizeiliche Unter- suchungen haben erge- ben, dass vermutlich ein Käfer (auch Bug ge- nannt) das Radar des Zeppelins beschädigte.
Ob das Wrack wie üblich auf einen Schlag entfernt werden soll, ist bislang noch unklar.


Tief fliegendes Flugzeug erwischt!
Harte Strafe für Fluggesellschaft
Ein Planungsfehler des Präsidenten der Bruns- gen Transporte führte gestern morgen zu einem finanziellen Fiasko für die bis dahin florierende Transportfirma.
Der Rottwald Flughafen wurde noch während der Abflugsphase eines Pas- sagierflugzeugs mit Dy- namit gesprengt. Darauf- hin setzte der Pilot den Flug auf nur 100 Fuß fort und entkam dabei ganz knapp einer Kollision mit einem Wohnhaus. Warum das Flugzeug
nicht auf normale Flug- höhe stieg wird wohl nur ein Blick in den Quellcode aufklären können. "Was für ein Code? Das ist doch kein Spiel!", meinte der Präsident später. Sicher ist, dass die finanziel- len Kosequenzen für die Fluggesellschaft gravie- rend sind. Die Buße ist so hoch, dass sie in ein Guthaben umschlug, weshalb nun die einst reiche Transportfirma rund 8 Mrd. DM in den roten Zahlen steckt.


Die Erde ist doch eine Scheibe!
Sensationelle Entdeckung
Experten können kaum fassen, was ein halbes Duzend Matrosen eines Öltankers (unterwegs nach Flensover Dock) von ihrer mehrmonati- gen Fahrt erzählen: Die Erde ist nicht wie bis- lang angenommen ku- gelförmig, sondern eine quadratische Platte! "Wir konnten gerade noch abspringen, bevor der Tanker unaufhalt- sam in die Leere stürzte", berichtet der Kapitän. Gerüchten zu- folge sei die Besatzung
des Tankers stark unter- bezahlt gewesen, wes- halb manche Insider die Aussagen bezweifeln.
Während sich die Wis- senschaftler gegenseitig die Köpfe einschlagen, geht das Volk massen- weise auf die Straße und fordert die Rückkehr zum ptolemäischen Weltbild. Nicht ohne Folgen: Bereits haben die Limgen Ölquellen Pro- duktionskürzungen von 50% aufgrund massiven Personalmangels ange- kündigt.